Die Geschichte Astoras beginnt in der Zeit, als Menschen noch nichts von den übernatürlichen Wesen ahnten, die sich unter sie geschlichen hatten. Doch mit der Zeit wurde es immer schwieriger dieses Geheimnis zu waren, ganz besonders wenn sich einige geradeheraus weigerten, ihre Identität für sich zu behalten. Ihrer Meinung nach sollte man den Menschen lieber zeigen, wer die stärkere Rasse ist.
War es denn nicht unfair, sich verstecken zu müssen? Seine Fähigkeiten nicht nützen zu dürfen und einen Teil von sich selbst begraben zu müssen, um sich den Menschen anzupassen? Definitiv.
Sie setzten nicht unbedingt alles daran, das Übernatürliche den Menschen preis zu geben, bemühten sich aber auch nicht wirklich, es vor ihnen geheim zu halten. So kam es eines Tages tatsächlich dazu, dass die Menschen erkannten, dass nicht nur sie diese Stadt bevölkerten und es außer ihnen noch weitere höher entwickelte Rassen gab. Zuerst war es ein großer Schock, schließlich bekommt man nicht jeden Tag mitgeteilt, dass sein charmanter, heißer Nachbar ein Dämon ist.
Es dauerte auch nicht sehr lange, bis den Menschen etwas klar wurde. Wenn die übernatürlichen Wesen sich dazu entschließen würden sich gegen sie zu wenden, hätten sie keine Chance. Sie bekamen Angst, fürchteten das Neue und Unbekannte. Und jeder weiß: Was der Mensch fürchtet, tötet und jagt er, damit es ihm nicht gefährlich werden kann. So kam es dazu, dass sie sich zusammenschlossen, um das Übernatürliche aus ihrer Welt zu vertreiben.
Ein erbitterter Krieg brach aus, dem unzählige Opfer beider Seiten zum Opfer fielen. Kinder wuchsen ohne Eltern auf, hatten keine Kindheit und alle lebten in Angst vor dem, was der nächste Tag bringen würde. Doch niemand wollte nachgeben, keiner wollte die weiße Flagge hissen, denn beide Seiten wussten, dass die jeweils andere sie vernichten würde, wenn sie es täten.
Ein einzelner, bereits in die Jahre gekommener Magier, Margus war sein Name, hatte es sich zum Ziel gemacht diesen Krieg zu beenden, koste es was es wolle. So sammelte er eines Tages seine ganze Kraft und erichtete um eine kleine, verlassene Stadt einen Schutzbann, auf das Menschen den Ort nie finden und nur übernatürliche Wesen ihn betreten würden können. Noch an diesem Tage verstarb der Magier aufgrund seines hohen Alters und der zu großen Belastung.
Schon bald bekamen die restlichen Kreaturen Wind davon, zogen sich von der Schlacht zurück und versteckten sich in der Stadt, der sie liebevoll den Namen "Astora" gaben.
Aufgrund des plötzlichen Verschwindens der Wesen dachten sich die Menschen, sie hätten alle vernichtet und kehrten zu ihrem alltäglichen Leben zurück. Nur eine verschwindend geringe Menge glaubte nicht wirklich daran, dass sie das Übernatürliche zerstört hatten und setzte ihre Suche und Jagd danach fort. Doch schon bald vergaßen die Menschen die ganzen Ereignisse der Vergangenheit. Fast niemand sprach mehr über diese grauenhafte Zeit und so konnte es nicht weitererzählt, die Geschichte am Leben erhalten werden. Leute die an Geister und Dämonen glaubten wurden nur mehr ausgelacht und ignoriert, schlimmstenfalls in Irrenhäuser gesperrt.
Auch in Astora kehrte der Frieden ein, die Wesen mussten sich nicht mehr verstecken und konnten ihr Leben wieder genießen. Zumindest schien es auf den ersten Blick so. Wenn man genauer hinsah, merkte man, dass einige immer noch einen Groll auf die Menschen hegten und verlorenen Personen, verschwendeten Zeiten hinterhertrauerten. Sie waren von der Tatenlosigkeit der anderen bestürzt und wollten Vergeltung. Sehnten den Tag herbei, an dem sich alle Wesen neu formieren und die Menschheit vernichten würden.
Sowohl das Gute als auch das Böse wächst mit jedem Tag und die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt.
Wirst du auf der Seite des Guten stehen und weiterhin für den Frieden sorgen? Oder dich lieber dem Bösen anschließen und Verderben über die bringen, die dir alles genommen haben?